Die Metallindustrie in Solingen

Mit der Kultband Accept wurde eine der erfolgreichsten Heavy-Metal-Bands der letzten Jahrzehnte in der „Rockcity No°1“ Solingen gegründet. Auch heute - wenn auch in neuer Besetzung - ein echter Dauerbrenner. Rostfrei und stahlhart, genau wie Solingen, spielt neben der Musik auch Heavy Metal(l) weiterhin eine große Rolle in Solingen.

 

Solingen bildet zusammen mit Remscheid und Wuppertal eines der größten und ältesten Metallcluster Europas. Bekannt ist Solingen vor allem für seine Schneidwaren, Bestecke und Scheren sowie für die Galvano- und Oberflächenindustrie. Doch wie kam es eigentlich dazu? 

Die Tradition des Metallhandwerks verdankt Solingen seiner Topografie. Das Bergische Land gab mit seinen Bergen und Tälern nur wenig Platz für die Landwirtschaft her. Dafür bot die Region hohe Erz- und Holzvorkommen und viel Wasserkraft auf. Die idealen Voraussetzungen für das Metallhandwerk. In den Bach- und Flusstälern entstanden zahlreiche wassergetriebene Schleifkotten. Zeitweise waren es bis zu 109 Kotten im Solinger Stadtgebiet. Was einst in den traditionellen Schleifkotten an der Wupper begann, wird heute in modernsten Unternehmen fortgeführt. Noch immer sind mehr als 500 Betriebe in der Herstellung von Metallerzeugnissen in Solingen tätig. Darunter Weltmarken, aber auch viele kleinere und mittelständige Unternehmen, die in ihren Branchen zu den Marktführern zählen.

Die Bedeutung der Metallindustrie für Solingen verdeutlichen auch aktuelle Wirtschaftsdaten zur Industriestruktur in der Klingenstadt. So entstehen in der Metallerzeugung, sowie Metallbe- und –verarbeitung mehr als 50 Prozent der Solinger Industrieumsätze. Auch in der Zahl der Beschäftigten spielt die Metallindustrie eine übergeordnete Rolle. Knapp über 50 % der Solinger Industriebeschäftigten sind für Unternehmen in der Metallbranche beschäftigt.