Die Geschichte der Klinge

An kaum einem anderen Ort kann man die Geschichte der Schneidwaren und Bestecke derart umfangreich erleben, wie im Deutschen Klingenmuseum in Solingen. Das Museum zeigt regionale und internationale Exponate, die vom antiquierten Schwert bis hin zum zeitgenössischen Besteck reichen. Dank einer einzigartigen Sammlung und einem variierenden Ausstellungsprogramm, lockt das Museum seit Jahren zahlreiche Besucher nach Solingen. Grund genug, die Geschichte und Gegenwart des Deutschen Klingenmuseums einmal näher zu durchleuchten.

Das Deutsche Klingenmuseum wurde offiziell im Jahr 1954 im alten Rathaus des Solinger Stadtteil Gräfrath eröffnet. Bereits damals blickte das Museum auf eine 50 jährige Geschichte zurück. Der Ursprung des Museums liegt im Jahr 1904, als die ehemalige „Fachschule für die Schneidwaren-Industrie“ gegründet wurde. Eigens für die Schule wurde ein Ausstellungsraum erbaut, welcher den Schülern Anschauungsmaterial alter Solinger Schneidwaren zeigen sollte. Mit den Jahren wuchs der Bestand an Exponaten derart rapide an, dass im Jahr 1929 aus dem einstigen Ausstellungsraum ein Industriemuseum innerhalb der Fachschule entstand. Im Jahr 1954 folgte dann der Entschluss eines eigenständigen Museums. Neuer Standort wurde das alte Gräfrather Rathaus.

Heute sitzt das Museum im ehemaligen Augustiner Chorfrauen Stift in Gräfrath. Der Umzug erfolgte im Jahr 1991. Das Museum zeigt eine bedeutsame Sammlung aus historischen und zeitgenössischen Bestecken, welche mittlerweile weltweit zur größten und umfangreichsten seiner Art zählt. Neben Bestecken präsentiert das Museum die Geschichte der (Solinger-) Klinge. Die Sammlung reicht vom Bronzeschwert bis zum Prunkdegen. Für Abwechslung sorgen immer wieder gesonderte Ausstellungen.